Von Randmaschen und Bündchen

Randmaschen

Bisher habe ich nur Pullover aus Alpaka, Mohair & Co. gestrickt und ich hatte bisher keine Probleme mit Randmaschen, da die Pullover am Ende immer zusammengenäht und an allen Rändern Bündchen gestrickt wurden.

Auch meine Bündchen (meistens 2 rechts, 2 links) sind mit Wolle immer sehr schön geworden. Das erste mal vielen mir die Randmaschen an meinem grob gestricktem Cardigan auf. Das Grundmuster ist glatt rechts und somit rollen sich die Ränder an den Ausschnittkanten automatisch ein wenig ein. Daher haben mich die Randmaschen dort auch wenig gestört.

Mit dem Frühling kam mein Wunsch ein Modell aus Baumwolle zu stricken. Bis ich die richtige gefunden und getestet hatte verging eh schon eine Ewigkeit. Bei der Maschenprobe viel mir dann der wirklich unschöne Rand auf. Sehr lang gezogene rechte Maschen. Da mein Sommerpulli ohne Ärmel sein soll und ich auch kein Bündchen am Ärmel anstricken möchte, habe ich nach einer Lösung im Internet gesucht, wie man einen schönen Rand hinbekommt.

Fündig wurde ich bei Tichiro: Die verflixte zweite Masche: Tichiro erklärt in ihrem Blog-Beitrag ausführlich und bebildert, wie man die 2. und 3. Masche nach bzw. vor der Randmasche „eastern“ also nicht von vorne nach hinten, sondern genau andersherum, nämlich von hinten nach vorne abstrickt. In der Rückreihe werden diese Maschen dann links verschränkt gestrickt, so daß alle Maschen wieder „gerade“ sind. Das Ergebnis hat mich so überzeugt, daß ich mich gar nicht weiter auf die Suche nach anderen Alternativen gemacht habe.

Hier sieht man das Ergebnis der Randmaschen bei meiner Maschenprobe. Ich habe mit Lamana Cosma und für Bündchen und Grundmuster Nadelstärke 5,5 benutzt:

Maschenprobe Cosma Randmaschen rechts
Rechter Rand
Maschenprobe Cosma Randmaschen links
Linker Rand

Bündchen

Das Bündchen hat mich dann bei meiner Baumwolle auch in den Wahnsinn getrieben und daher habe ich dafür auch nach Alternativen gesucht.

Als erstes viel mir „Twisted Rib Stitch“ ein. Das habe ich irgendwo bei Instagram aufgeschnappt und bei Wool and the Gang habe ich mir dazu eine Video-Anleitung angeschaut. Allerdings fand ich die Anleitung etwas verwirrend und ich mußte  sie mir ein paar mal anschauen, bis ich verstanden habe, was die wollen: Auf den Punkt gebracht werden einfach alle Maschen verschränkt gestrickt. In Hin- und Rückreihen:

Twisted Rib Stich rechts
Rechte Masche verschränkt
Linke Masche verschränkt
Linke Masche verschränkt

Das ergibt dann folgendes Maschenbild:

Bündchen Twisted Rib Stich
Bündchen Twisted Rib Stitch

Dann habe ich die Methode von Tichiro (siehe oben Randmasche) einfach bei allen rechten Maschen angewandt und siehe da, das Ergebnis gefällt mir am besten:

Maschenprobe Cosma Bündchen Eastern
Bündchen nach Tichiro-Methode

Wahrscheinlich könnte man auch alle rechten Maschen verschränkt stricken und würde ein ähnliches Ergebnis erzielen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Von eliZZZa habe ich noch folgenden Videokurs (auf deutsch) zu diesem Thema gefunden.

Als letztes hier noch mal ein Bild zum gewöhnlichen Bündchen mit „normalen“ RECHTS-LINKS Maschen:

Maschenprobe Cosma Bündchen normal
Bündchen normal

Also das sieht nicht wirklich schön aus!

Bei der nächsten Maschenprobe werde ich auf jeden Fall mal probieren alle rechten Maschen verschränkt zu stricken, wie bei eliZZZa.

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Rändern und Bündchen bei Baumwolle?

Liebe Grüße

Tanja

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Verlinkt mit [Maschenfein :: Auf den Nadeln Mai]

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